Ökumenische Zusammenarbeit? Ja, bitte!

Hier in Vohwinkel leben wir wie in ganz Wuppertal in einer großen konfessionellen und religiösen Vielfalt. Viele Ehen und Freundschaften sind konfessionell gemischt. Am Arbeitsplatz, im Verein, in jeder Öffentlichkeit ist es normal, mit Menschen anderer Konfession oder Religion gut auszukommen. Auch zwischen christlichen Gemeinden sind Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich geworden. Konfessionelle Anfeindungen und Auseinandersetzungen hat es gegeben, aber das ist lange her. Heute sehen wir einander mit positiven Gefühlen, mit Anerkennung, Respekt und dem Bewusstsein, zusammen zu gehören. Im Folgenden soll auf einige Aspekte des ökumenischen Miteinanders im Wuppertaler Westen hingewiesen werden.

Kirchentage im Westen

  • KiW-2007-4 (c) M.Haschke
  • Kirchentag 2016

    Kirchentag 2016

  • KiW-2004-13 (c) M.Haschke
  • Kirchentag 2004

    Kirchentag 2004

  • KiW-2004-8 (c) M.Haschke
  • Kirchentag 2016

    Kirchentag 2016

  • KiW-2007-1 (c) M.Haschke
  • Kirchentag 2016

    Kirchentag 2016

  • KiW 2004-1 (c) M.Haschke
  • Kirchentag 2016

    Kirchentag 2016

Es war in den 80er-Jahren, dass die beiden Pfarrer Stodt und Melchior den ersten "Kirchentag im Westen" auf den Weg brachten, anfangs noch in kleinerem Rahmen, begrenzt auf die Räumlichkeiten der katholischen und der evangelischen Gemeinden in Vohwinkel. Schnell entwickelte sich das Ereignis zu einem ausgewachsenen Stadtfest mit dem Lienhardplatz als zentralem Veranstaltungsort, das alle zwei bis drei Jahre mit einem ansehnlichen Programm über mehrere Tage aufwarten konnte und tausende von Besuchern anzog. Im Laufe der Jahre wurde der Kreis der Veranstalter größer: Die katholischen und evangelischen Gemeinden in Sonnborn und in der Varresbeck machten mit, die Landeskirchliche Gemeinschaft, die Freie Evangelische Gemeinde am Westring, und seit kurzem ist auch die Neuapostolische Gemeinde Vohwinkel mit im Boot.

"Christen für Vohwinkel"

V-Tag-2a (c) M. Haschke

Seit 1996 sind die katholische und die evangelischen Gemeinden in Vohwinkel beim traditionellen jährlichen Vohwinkel-Tag Ende September mit einem eigenen Stand präsent, seit Jahren gehört auch die Freie Evangelische Gemeinde am Westring mit dazu. Der Vohwinkel-Tag, organisiert von der Aktion V, der Werbegemeinschaft der Vohwinkeler Einzelhändler, erstreckt sich über den oberen Teil der Kaiserstraße und bietet Händlern, Vereinen, Schulen, religiösen Gemeinschaften und verschiedenen Aktionsgruppen Gelegenheit, sich und ihre Angebote vorzustellen.

Der Kirchenstand trägt das Motto "Christen für Vohwinkel", steht üblicherweise nahe am Kaiserplatz und bietet den Besuchern Kaffee und Kuchen, den Verkauf fair gehandelter Waren, Mitmachangebote für Kinder, musikalische Darbietungen, Informationsmaterial über die beteiligten Gemeinden und die Gelegenheit, mit den Geistlichen und weiteren Vertretern der Gemeinden ins Gespräch zu kommen. Sicherlich lässt sich sagen, dass unser Kirchenstand zu den beliebtesten Anlaufstellen des Vohwinkeltages gehört, hier "knubbelt" es sich.

Gemeinsame Schulgottesdienste

Eine gute ökumenische Tradition haben längst die Schulgottesdienste für die Gemeinschaftsgrundschulen im Wuppertaler Westen: Von Seelsorgern der katholischen und der evangelischen Gemeinden werden sie in kollegialer Zusammenarbeit vorbereitet und durchgeführt. Sie finden monatlich für die Grundschulen Donarstr., Sillerstr., Am Nocken, Nathrather Str. und Gebhardtstr. statt.

Weltgebetstag der Frauen

Der Weltgebetstag ist eine internationale Bewegung von Frauen verschiedener christlicher Konfessionen, eine Bewegung, die Frauen in über 150 Ländern und allen Regionen der Welt miteinander verbindet. Immer am ersten Freitag im März werden alle Christen eingeladen, gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit zu beten und zu handeln, da wandert also ein Gottesdienst 24 Stunden lang rund um den Globus und verbindet Menschen in aller Welt miteinander! Auf internationalen Konferenzen werden Themen und Länder der kommenden Weltgebetstage bestimmt, nationale Komitees koordinieren die Vorbereitungen der landesweiten Gottesdienste.

Logo Weltgebetstag (c) Weltgebetstag

Im Wuppertaler Westen bilden sich regelmäßig zwei Vorbereitungsteams: eines mit Vertreterinnen aus der Evangelischen Kirchengemeinde Sonnborn, der Landeskirchlichen Gemeinschaft Varresbecker Straße, sowie aus St. Bonifatius und St. Remigius. Ein weiteres Team besteht aus Frauen der Evangelischen Gemeinde Vohwinkel, der Freien Evangelischen Gemeinde am Westring und der katholischen Gemeinde St. Mariä Empfängnis und St. Ludger.

Ein Blick zurück

Das ökumenische Miteinander im Wuppertaler Westen ist nicht nur geprägt von den oben genannten Traditionen, sondern auch von zahlreichen Begegnungen und von Aktionen, die einmal lange präsent waren oder die einmalig stattfanden und einfach Ausdruck eines guten Verhältnisses zwischen den Gemeinden waren.

Als Anfang der 70er-Jahre die Kirche "St. Mariä Empfängnis" vorübergehend zur Baustelle wurde, durfte die kath. Gemeinde zu Gast in der evangelischen Kirche Gräfrather Straße sein. Die Sonntagsmessen konnten dank des Entgegenkommens der evangelischen Gemeinde in der evangelischen Kirche an der Gräfrather Straße gefeiert werden.

1971 wurde der erste ökumenische Gottesdienst in Vohwinkel gefeiert, Thema: „Vater, lass sie eins sein, wie auch wir eins sind“. Ihm folgten über die Jahre hin zahlreiche weitere gemeinsame Gottesdienstfeiern.

Erfolgreich und eine Institution über Jahrzehnte war der Ökumenische Kleiderladen, zuletzt beheimatet im ev. Gemeindehaus an der Gräfrather Straße. Die Mitarbeiterinnen des 1985 gegründeten Kleiderladens sammelten Kleiderspenden, sortierten sie und boten sie Bedürftigen an; kleine Spenden wurden gerne angenommen. Alle Einnahmen gingen als Spenden an zahlreiche caritative Einrichtungen. Anfang 2020 wurde der Kleiderladen geschlossen.

Etwas Neues brachte im Jahre 2020 der Ökumenische Adventkalender. Ein adventliches Zeichen für den Wuppertaler Westen im Rahmen der pandemiebedingten Einschränkungen zu setzen war das Ziel der Initiatoren aus den evangelischen und katholischen Gemeinden. Jeden Tag sollte eine kleine Aktion in einer Kirche, einem Gemeindezentrum oder auf einem Platz im Stadtteil "ein kleines Türchen der Hoffnung" öffnen. Auch wenn das Projekt umständebedingt nicht vollständig realisiert werden konnte, fand es doch viel Anklang und ließ auf Wiederholung in pandemiefreien Adventszeiten hoffen.

Diese Beispiele ökumenischer Aktionen und Begegnungen ließen sich in vielfacher Weise ergänzen.

Katholische Pfarreiengemeinschaft
Wuppertaler Westen

Edith-Stein-Str. 15
42329 Wuppertal

Aktuelles / Nachrichten

Spendenaufruf für die Erdbebenopfer in Kroatien

3. März 2021, 13:03
Sammlung für den Wiederaufbau der vom Erdbeben zerstörten Gebäude in Kroatien.
Weiter lesen

Predigt verpasst - jetzt auch zum Nachhören

28. Februar 2021, 12:30
Wenn Sie am Wochenende nicht zur Kirche kommen konnten oder sich die Predigt noch einmal in Ruhe anhören möchten, so haben Sie ab dem 7. ...
Weiter lesen